Ein demokratisches, soziales, friedliches und ökologisches Europa ist unser Projekt – dazu gibt es keine Alternative

In der EU hat sich eine wirtschaftliche und politische Dominanz Deutschlands herausgebildet. Zudem wird der „finanzialisierte Kapitalismus“ in der EU immer unsozialer und autoritärer, wie die Kürzungsorgien in den Ländern Südeuropas zeigen.
Ist der Ausstieg aus dem Euro eine Lösung? Nein, ohne Veränderung der Wirtschaft keine Lösung der Währungskrise. Abbau der Leistungsbilanzunterschiede, Schuldenstreichung, Transferzahlungen sind notwendig. Die Grenzen der Umwelt und des Wachstums müssen mitgedacht werden. Deutschland profitierte vom Londoner Schuldenabkommen 1953. Griechenland verzichtete damals auf Forderungen.
Heute darf Griechenland Solidarität fordern.

Vortrag und Diskussion mit Prof. Elmar Altvater

Mittwoch 19. März 2014 – 20.00 Uhr - Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5

Elmar Altvater, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von ATTAC, ist einer der renommiertesten kritischen Ökonomen in Deutschland. Über fundierte Kritik am Neoliberalismus hinaus benennt er die nötigen Schritte aus der „Krise“.

 

aus WikipediaElmar Altvater auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln

Nach dem Abitur 1959 am neusprachlichen Gymnasium in Kamen studierte Altvater bis 1963 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Ökonomie und Soziologie und wurde 1968 mit seiner Arbeit über Gesellschaftliche Produktion und ökonomische Rationalität: externe Effekte und zentrale Planung im Wirtschaftssystem des Sozialismus promoviert. Von 1968 bis 1970 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Altvater wechselte danach an das Otto-Suhr-Institut (OSI) für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Hier erhielt er 1971 eine Professur für Politische Ökonomie. Altvater engagierte sich am OSI in der „Sozialistischen Assistentenzelle“, einer Denkzentrale der 68er-Bewegung in Berlin.

Im Jahre 1970 gründete er mit anderen die PROKLA Probleme des Klassenkampfs – Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik , später Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, bei der er bis 2008 Redaktionsmitglied war.

Altvater trug wesentlich zur Entwicklung einer marxistisch geprägten politökonomischen Theorie bei. Er war als SDS-Mitglied in der 68er-Bewegung aktiv und einer der theoretischen Köpfe des Sozialistischen Büros in Offenbach.

Neben Fragen der Entwicklungstheorie, der Verschuldung sowie der Regulierung von Märkten beschäftigt er sich auch ausgiebig mit den Auswirkungen kapitalistischer Ökonomien auf die Umwelt. Altvater ist ein renommierter Kritiker der „politischen Ökonomie“ und Autor zahlreicher globalisierungs- und kapitalismuskritischer Schriften. Ein globalisierungskritisches Standardwerk ist sein Buch Grenzen der Globalisierung (1996), das er mit seiner Lebensgefährtin Birgit Mahnkopf schrieb.

 

Parallel zu seiner akademischen Tätigkeit war Altvater auch immer wieder gesellschaftspolitisch aktiv. Er war Gründungsmitglied der Grünen, ging jedoch nach dem Kosovo-Krieg zunehmend auf Distanz.

Elmar Altvater war Mitglied der Enquête-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten (1999–2002) des Deutschen Bundestages. Heute wirbt er für attac (Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat) und das Weltsozialforum. Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 trat Altvater der Linken bei. Altvater ist Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne.

 

Altvater in der taz-Debatte

 

 

Utopie statt Sachzwang

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  September 2013

 

 

 

 

 

 

Der politische Euro

Eine Gemeinschaftswährung ohne Gemeinschaft hat keine Zukunft

Mai 2013

 

 

 

 

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